Schimpansen Fußabdruck

Wolfgang-Köhler-Primatenforschungszentrum

Kickerlingsberg 3
04105 Leipzig

Zielsetzungen der Forschungseinrichtung (Pongoland)

Das Wolfgang-Köhler-Primatenforschungszentrum ist ein Projekt des Max-Planck-Institutes für Evolutionäre Anthropologie und arbeitet zusammen mit dem Zoo Leipzig. Die Forschung konzentriert sich in erster Linie auf Verhalten und Wahrnehmungsfähigkeit (Kognition) der vier Menschenaffenarten: Schimpanse (Pan troglodytes), Gorilla (Gorilla gorilla), Orang-Utan (Pongo pygmaeus) und Bonobo (Pan paniscus). Besonders hervorzuheben ist dabei die ontogenetische Entwicklung der Kognition bei Schimpansen.
Wissenschaftler und Studenten der Universität Leipzig und anderer Universitäten weltweit führen ihre Forschungsprojekte im Köhler-Zentrum mit der Unterstützung des dortigen Personals durch.
Die Forschungseinrichtung ist in den Zoo Leipzig (Pongoland) integriert. Daher haben die Zoobesucher die Möglichkeit, die Menschenaffen nicht nur in den Außen- und Innengehegen zu beobachten, sondern können darüber hinaus einen Blick auf die Durchführung der wissenschaftlichen Studien werfen.
In Zusammenarbeit mit dem Zoo unterstützt das Köhler-Zentrum Bemühungen, die Menschenaffen als Arten, sowohl in der freien Wildbahn als auch in Gefangenschaft, zu schützen und zu erhalten. Das Zuchtprogramm am Zoo ist in die Rahmenbedingungen des Europäischen Programm für Gefährdete Arten (EEP, European Endangered Species Program) eingebettet und ein Forschungsthema behandelt die Haltung und Pflege von Menschenaffen in Gefangenschaft.

Tierpflege

Es sind 14 Tierpfleger angestellt, die sich um die Tiere und Gehege hinsichtlich Fütterung, Reinigung und Instandhaltung kümmern. Der Zoo Leipzig hat eine lange Tradition in der Haltung von Menschenaffen. Die Tiere werden dreimal am Tag gefüttert und bekommen regelmäßig Nahrungsextras. Zusätzlich werden saisonale Früchte (z.B. Kastanien) in den Gehegen versteckt, um ein natürliches Futtersuchverhalten zu fördern. Andere Möglichkeiten zur Futtersuche werden regelmäßig zur Verfügung gestellt, z.B. durch die Errichtung künstlicher Termitenhügel.